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Sonntag, 20. Januar 2019
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Sprachförderung in Sprachförderklassen

Integrationskonzept für Sprachförderschüler an der BBS 6 der Region Hannover (Kurzfassung) vom 4.11.2015

Welche Jugendliche besuchen die Sprachförderklassen?

Jugendliche …

  •  …, die (aktuell) als EU-Bürger oder Flüchtlinge (unbegleitet oder zusammen mit anderen Familienmitgliedern) nach Deutschland eingewandert sind.

  • … mit unterschiedlichen Bildungsbiographien, d.h. Jugendliche, die nicht alphabetisiert sind, bis hin zu Jugendlichen, die in ihrem Heimatland eine Schule besucht haben, an der sie die Möglichkeit gehabt hätten, einen dem Abitur vergleichbaren Schulabschluss zu erwerben.

  •  … ohne oder mit unterschiedlichsten Deutschvorkenntnissen

  • … aus verschiedenen Kulturen und Kontexten (Normen- und Werteempfinden)

  •  …, die bisher eine Sprachlernklasse einer allgemeinbildenden Schule besucht haben und weiterhin eine Förderung in DaZ benötigen.

  • …, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und daher keine Sprachlernklasse an einer allgemeinbildenden Schule besuchen können.

  • …, die traumatisiert und dadurch psychisch labil sind.

  • …, die diverse Aufenthaltsstatus haben.

  • …, die z.T. keine Arbeitserlaubnis haben.

Aufbau und Durchführung des Unterrichts

Unterrichtsfächer:

  • DaZ als Schwerpunkt

  • Fachtheorie (Fachmathematik, Fachzeichnen, Technologie)

  • Politik
  • Sport

  • Religion

  • Fachpraxis(Werkstattunterricht)

  • Integrationsarbeit: Ausflüge, Klassenfahrten, Stadtrundgänge etc.


    Grundsätzlich wird der Unterricht individuell auf die heterogene Schülergruppe abgestimmt. Jeder Unterricht wird sprachsensibel durchgeführt. Das Sprechen, das Hör- und Leseverstehen und der Schriftspracherwerb, sowie das Lernen der Grammatik stehen insbesondere im DaZ-Unterricht im Fokus.


    Innerhalb des Klassenteams stimmen die Lehrkräfte ihren Unterricht entsprechend aufeinander ab, so dass eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Fachpraxis gewährleistet wird.


    Durch handwerkliches Handeln in den Werkstätten, durch Anfassen, Anschauen und Begreifen wird die deutsche Sprache praktisch erfahren. Unterstützt wird dieses z. B. durch Bilder von Werkzeugen, Materialien und Tätigkeiten mit ihren jeweiligen Benennungen oder Beschriftungen an den Einrichtungen des Praxisraumes.

    Zusätzliche Lehrangebote, die auf den DaZ-Unterricht abgestimmt werden:

    • Computer gestützte Sprachförderung durch eine Lehrkraft vom Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes

    • zusätzlicher Deutschförderung durch DozentInnen/Lehrkräfte der VHS

    Praktika

    Schüler in den Sprachförderklassen sollen ein Praktikum dann absolvieren, wenn sie über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Es sind in der Regel zwei Wochen im 2. Schulhalbjahr dafür vorgesehen.

    Sozialpädagogische Unterstützung

    Neu zugewanderte Migranten sind oft mit größeren Problemen konfrontiert, die ihnen einen späteren Einstieg in das Berufsleben sehr erschweren. Daher ist eine sozialpädagogische Begleitung notwendig, um diese Hindernisse zu bewältigen. Die Unterstützung in ihrem Integrationsprozess soll zu einer stabileren Ausgangsposition in ihrer Bewerbungssituation führen. Ziel ist es, neben einer Profilstärkung die Schüler über berufliche Orientierung und Motivierung sowie Berufsvorbereitung in Ausbildung zu vermitteln oder ihnen zu (höheren) Schulabschlüssen zu verhelfen.

    Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes

    • Regelmäßiges Beratungsangebot, individuelle Beratung

    • Gemeinsame Ausflüge und Betriebserkundungen

    • Übergabe der Schüler, die ihre Schulpflicht erfüllt haben, damit sie bei Interesse einen weiteren Ansprechpartner haben (z.B. Begleitung zur Arbeitsagentur, JobCenter, Begleitung bei Behördengängen, etc.)

          
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