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Sonntag, 20. Januar 2019
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Betankungstechnologie

Das Betanken eines Wasserstoff-Pkw unterscheidet sich nicht wesentlich vom Tankvorgang eines konventionellen Fahrzeugs. Die Unterschiede zum konventionellen Tankvorgang liegen beim Wasserstoff in der hohen Flüchtigkeit, in den tiefen Temperaturen bzw. in den hohen Befülldrücken. Zapfpistole und Tankstutzen werden daher - anders als bei konventionellen Kraftstoffen - über eine Kupplung druck-, gas- und kältedicht miteinander verbunden. Alles andere läuft im Berliner Demonstrationsprojekt so sicher und komfortabel wie an einer konventionellen Tankstelle: Der Kunde fährt vor, stellt den Antrieb ab und verbindet die Zapfpistole manuell mit dem Tankstutzen.

H2 Tankstelle von Total

Die technischen Abläufe unterscheiden sich natürlich von denen einer konventionellen Kraftstoffpumpe. An der Zapfsäule für gasförmigen Wasserstoff ermittelt die Anlage den Füllstand im Tank und errechnet daraus eine Aufheizkurve. Daraus ergibt sich der Fülldruck. Sobald der Kunde das Hauptventil an der Zapfsäule geöffnet hat, beginnt der Tankvorgang. Er stoppt automatisch, wenn im Fahrzeugtank der vorher berechnete Fülldruck erreicht ist. An der Zapfsäule für flüssigen Wasserstoff wird der Kraftstoff dem Flüssigwasserstoff-Vorratstank entnommen und über eine Flüssigumfüllpumpe in den Fahrzeugtank eingefüllt. Einmal Volltanken dauert an beiden Säulen nur drei bis fünf Minuten - wie bei einem konventionellen Pkw.

Die Tanks in den Wasserstofffahrzeugen unterscheiden sich von denen konventioneller Pkw. Sie speichern den Wasserstoff entweder gasförmig unter hohem Druck oder flüssig bei sehr tiefen Temperaturen. Die Daimler A-Klasse F-Cell und der Ford Focus Brennstoffzelle Hybrid sowie der Volkswagen Touran verfügen über Tanks mit einem Befüllungsdruck von 350 bar.

GM/Opel präsentierte in Berlin bereits Fahrzeuge, die für einen Tankdruck von 700 bar konstruiert sind. Zu deren Hochdruck-Betankung wurde die TOTAL Tankstelle in Spandau entsprechend umgerüstet. Auch die anderen Autohersteller wie Daimler, Ford und Volkswagen planen, im Rahmen der CEP 700-bar-Fahrzeuge in den Berliner Alltagsverkehr einzuführen.

Flüssig wird Wasserstoff bei minus 253°C. In diesem Aggregatzustand besitzt er die höchste Energiedichte. Zur Speicherung benutzen die BMW Group und GM/Opel superisolierte, doppelwandige Tanks. Zwischen den beiden Hüllen befinden sich in einem Vakuum Isolationsmaterialien, die den Tank unabhängig von der Außentemperatur kalt halten und Abdampfverluste minimieren.

Quellennachweis: Mit Wasserstoff fahren und Wasserstoff tanken
Das Wasserstoffdemonstrationsprojekt der Clean Energy Partnership ist eines der international bedeutendsten Vorhaben zur Erprobung von Wasserstoff als Kraftstoff im Straßenverkehr. In Europa ist es das größte Projekt zur Demonstration der Wasserstofftechnologie im Verkehrsalltag. In Berlin stehen heute eine Tankstelle in Spandau und eine temporäre Tankstelle in der Margarete-Sommer-Straße in Friedrichshain zur täglichen Betankung der durchschnittlich 35 durch Kunden gefahrenen Pkw bereit. Insgesamt erprobt die CEP zwei verschiedene Wasserstoffantriebsvarianten sowie drei unterschiedliche Wasserstoffbereitstellungspfade.
Quelle dieser Informationen: Clean Energy Partnership, c/o be:public relations GmbH, Oberhafenstraße 1, 20097 Hamburg
    
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