Druckversion
Sonntag, 20. Januar 2019
header_02
Über uns Bildungsangebot, Schulformen und Kooperation Projekte und besondere Angebote Informationen

Brennstoffzellenantrieb

 

Seit seiner Erfindung hat sich am Antriebsstrang des Automobils wenig geändert. Mit Brennstoffzellenfahrzeugen dagegen werden eine neue Antriebstechnologie und ein neuer Kraftstoff eingesetzt. Statt eines Verbrennungsmotors besitzen sie einen Elektromotor, der Strom von der Brennstoffzelle erhält. In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff in einem chemischen Prozess. Dabei wird die Energie, die im Wasserstoff gespeichert ist, als Strom freigegeben, der den Motor antreibt. Das Nebenprodukt dieses elektrochemischen Prozesses ist Wasser, das durch den Auspuff abgeleitet wird.

Eine Fahrzeugbrennstoffzelle besteht aus vielen Einzelzellen, die, in Reihe zu einem Block geschaltet, genügend Leistung für den Antrieb eines Elektromotors generieren. Dies geschieht völlig emissionsfrei - nur Wärme und Wasserdampf werden freigesetzt. Damit ist ein Auto mit Brennstoffzelle ein sogenanntes „Zero Emission Vehicle" (ZEV). Daimler, GM/Opel, Ford und Volkswagen setzen auf die Weiterentwicklung der Brennstoffzelle. Zugleich ersetzt die Brennstoffzelle die Lichtmaschine im Auto: Sie liefert Strom für die laufend zunehmende Steuerungselektronik in Pkw, aber auch für die Standheizung oder die Klimaanlage.

Brennstoffzellenantriebe im Fahrzeug sind effizient und leise. Der drehmomentstarke Elektromotor erlaubt eine stufenlose Beschleunigung.

  B-Klasse Mercedes

In den Fahrzeugen kommen sogenannte PEM-Brennstoffzellen (Polymer-Elektrolyt-Membran) zum Einsatz. Die Membran trennt den Wasserstoff und den Sauerstoff, die jeweils Anode bzw. Kathode umspülen, voneinander. Die Wirkungsweise der PEM: Die Membran ist nur für Wasserstoffionen durchlässig. An der Anode trennen sich die Wasserstoffmoleküle in Ionen und Elektronen. Die Wasserstoffionen wandern durch die PEM zur Kathode und verbinden sich dort mit dem Sauerstoff zu Wasser. Die Wasserstoffelektronen aber müssen - weil die PEM für sie eine undurchdringbare Barriere darstellt - den Umweg über eine Leitung von der Anode zur Kathode nehmen: Auf diesem Weg können die Elektronen elektrische Arbeit leisten, der gewünschte elektrische Strom fließt und treibt den Elektromotor des Fahrzeugs an.

 

Quellennachweis: Mit Wasserstoff fahren und Wasserstoff tanken
Das Wasserstoffdemonstrationsprojekt der Clean Energy Partnership ist eines der international bedeutendsten Vorhaben zur Erprobung von Wasserstoff als Kraftstoff im Straßenverkehr. In Europa ist es das größte Projekt zur Demonstration der Wasserstofftechnologie im Verkehrsalltag. In Berlin stehen heute eine Tankstelle in Spandau und eine temporäre Tankstelle in der Margarete-Sommer-Straße in Friedrichshain zur täglichen Betankung der durchschnittlich 35 durch Kunden gefahrenen Pkw bereit. Insgesamt erprobt die CEP zwei verschiedene Wasserstoffantriebsvarianten sowie drei unterschiedliche Wasserstoffbereitstellungspfade.
Quelle dieser Informationen: Clean Energy Partnership, c/o be:public relations GmbH, Oberhafenstraße 1, 20097 Hamburg
    
Mitglied im Landesverband des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen e.V.
DaZNet – Durchgängige Sprachbildung mit System
daznetlogo
Preisträger Hidden Movers Award 2013
Mobility Award 2012
DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit 2012